Sommer, Sonne, Sonnenbrand

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Der Deutsche Sommer

Lang ersehnt und nun endlich da! Die Temperaturen steigen, die Tage werden länger und wir möchten die Sonne genießen. Der UV-Anteil in den Sonnenstrahlen (UVA, UVB, UVC) führt zu unterschiedlichen Prozessen in der Haut. Zu den physiologischen Reaktionen gehört die Pigmentierung (Bräune) und die Bildung der schützenden „Lichtschwiele“ (Hautverdickung). Die Zellen der Haut können in unserem Zellkern (DNA) geschädigt werden – dies beeinflusst die gesamte Zellfunktion : beschleunigte Hautalterung (Photoaging), Hautkrebsvorstufen (Präkranzerosen) und Hautkrebs (Melanom, heller Hautkrebs) können entstehen.

Wir können uns schützen indem wir vier Dinge beachten:
Die Sonne sollte gemieden werden.
Die Sonnenexposition beurteilen und das Verhalten anpassen.
Textilen Sonnenschutz verwenden.
Sonnenschutzprodukte verwenden.

Die Beurteilung der Sonnenbelastung ist ausgesprochen wichtig, steht die Sonne im Zenit (Mittagszeit zwischen 11-13Uhr) haben wir 50% der UVB-Strahlung.
Je höher wir in den Bergen sind nimmt die UV-Belastung zu ( 20% pro 1000 Höhenmeter).
Wolken sind kein Schutz vor UV-Strahlen, 90% des UV-Lichtes passiert die Wolkenschicht.
Schnee reflektiert die UV-Strahlen ebenso wie Sand und Wasser. UVB- und UVA-Strahlen dringen zu 50-75% in das Wasser ein bis zu einer Tiefe von 1 Meter.
Der Textile Lichtschutz ist also auch im Wasser ein guter Schutz gegen Sonnenbrand. Dafür werden heutzutage spezielle UV-Anzüge gefertigt mit einem LSF von 80, gewöhnliche Baumwollstoffe sind UV- Durchlässig : Kleidung und ebenso der Sonnenschirm.

 

04_Mineral_Radiance_UV_Defense_SPF_50Der Lichtschutzfaktor in der Sonnencreme gibt an wie viel länger man in der Sonne verbringen kann bis ein Sonnenbrand entsteht – es ist der Sonnenbrandschutzfaktor!
Aber auf die Applikationsmenge kommt es an: 2mg pro cm² wird empfohlen.
Ein Mann (1,80m ; 80kg) mit einer Körperfläche von 2,0 m² benötigt 40g eines Produktes.
Verwendet man weniger – ist die Lichtschutzwirkung deutlich reduziert.
Wichtig ist auch die Angaben des Herstellers zum UVA-Schutz. Manche Dermatosen sind UVA sensibel (z.B.: Sonnenallergie) daher ist die Anwendung eines Produktes mit hohem UVB- und hohem UVA-Schutz sehr wichtig.
Es gibt unterschiedliche Lichtschutzfilter: die physikalischen Filter schützen durch Reflexion und Streuung, die chemischen Filter durch Absorbtion der UV- Strahlung . Beide Arten von Lichtschutzfiltern zeigten sich in klinischen Studien unbedenklich.

Ein Vitamin D.- Mangel wird selten verursacht durch einen intensiven Sonnenschutz. Sollte der Sonnenschutz jedoch mit dazu beitragen überwiegen dennoch die Vorteile der Hautkrebsprävention. Eine orale Vitamin D. Substitution ist dann zu empfehlen.
Die Inzidenz von Hautkrebs ist steigend, die Lichtschutzberatung in der dermatologischen Sprechstunde hat einen wichtigen Stellenwert und verlangt detaillierte Kenntnisse in diesem Bereich.

Quelle: R. Mang hautnah dermatologie 5/2014, Jg.30, N3 22-27.

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